Ripple CEO weist FUD-Anschuldigung über Bitcoin’s Energieverbrauch zurück

  • Ripple’s CEO legt dar, wie er darauf kommt, dass eine Bitcoin-Transaktion etwa 75 Gallonen Benzin entspricht.
  • Laut einer kürzlich erschienenen Studie von CoinShares stammen etwa 35-40 % der gesamten Energie für das BTC-Mining aus erneuerbaren Quellen.

In einem Interview mit CNN’s Julia Chatterley kritisierte Ripple CEO Brad Garlinghouse jüngst Bitcoin, in dem er behauptete, dass „eine Transaktion etwa 75 Gallonen (ca. 284 Liter) Benzin entspricht, die verbrannt werden“ und auf den vermeintlich negativen Umwelteinfluss hinwies. Zudem erklärte er in demselben Atemzug, dass das XRP Ledger 100.000-Mal energieeffizienter ist.

Garlinghouse stellte aber auch klar, dass er ein „Fan“ von Bitcoin sein, aber eben nur als Wertspeicher, nicht als Zahlungsmittel. Trotzdem hat die Bitcoin-Community das Kommentar nicht sehr wohlwollend aufgenommen.

Insbesondere stellte sich die Community die Frage, wie Garlinghouse auf den Wert von 75 Gallonen Benzin gekommen ist. Einer von ihnen war Krypto-Journalist Frank Chaparro. Er tweetete: „Ernsthaft. Sehr neugierig, wie viele Gallonen Öl jede Bitcoin-Transaktion benötigt. Weiß das jemand von Ihnen?“

Ripple’s CEO reagierte auf den Tweet und antwortete in einem Twitter-Thread:

Schätze, ich habe einen Nerv getroffen! Mein Kommentar war darüber, wie viele Gallonen Gas emittieren die gleiche Menge an CO2 wie eine BTC Transaktion (könnte klarer in den Clip gewesen sein). Erstens: Ich sage DEFINITIV nicht, dass BTC verboten werden soll! Ich sage nur, dass wir alle gemeinsam PoWs Kohlenstoff-Fußabdruck verstehen können und sollten.

Wie der CEO von Ripple erklärte, stützt er sich auf den Cambridge BTC Index’s Average, und konkret auf die Daten von März. Demnach hat Bitcoin im März 132,07 Terrawattstunden annualisiert verbraucht. Diesen Wert teilte Garlinghouse durch 365 Tage und erhielt 0,362 TWh (der Tagesdurchschnitt). Mit der durchschnittlichen Anzahl von Transaktionen pro Tag im März – 301.359 Transaktionen – multipliziert, erhält man 0,000001201 TWh für die durchschnittliche Energie pro Transaktion.

Des Weiteren nahm Garlinghouse auf Basis der Daten von Digiconomist an, dass 0,49 Megatonnen CO2 pro TWh anfallen. Dies bedeutet wiederum, dass 0,000000588 Mt [Metertonnen] CO2 pro Transaktion entstehen. Da die U.S. Environmental Protection Agency angibt, dass 112.523.894 Gallonen Gas gleich 1 Mt CO2 erzeugen, werden also „~70 Gallonen Gas von 0,000000588 Mt CO2 emittiert“. Als Antwort auf die Anschuldigung FUD über Bitcoin zu verbreiten, sage Garlinghouse:

Wir haben die Werkzeuge, um Krypto 100% erneuerbar zu machen UND sein volles Potenzial zu erreichen. Konzentrieren wir uns auf die Lösungen, um die Meinung von Janet Yellen, Bill Gates, und unzählige andere, die darauf hingewiesen haben, Bedenken über den Energieverbrauch zu ändern, anstatt mich von FUD zu beschuldigen.

Wie viel Prozent von Bitcoin’s Verbrauch sind erneuerbare Energie?

Der „massive“ Energieverbrauch ist bekanntlich ein Thema, welches Kritiker immer wieder gegen Bitcoin anführen. Die Behauptungen entsprechen zumeist aber nicht der Wahrheit, da Bitcoin-Mining zwar viel Energie verbraucht, aber ein Großteil davon erneuerbar ist.

Eine Studie von CoinShares fand kürzlich heraus, dass mindestens 78% der Bitcoin-Miner erneuerbare Energie verwenden. Die gleiche Studie besagt auch, dass etwa 35-40 % der gesamten Energie für das Mining aus erneuerbaren Quellen stammt. Auch wenn dies nicht die von Garlinghouse geforderten 100% sind, ist dies eine  großartige Zahl, von der viele Großindustriezweige nur träumen können. Außerdem erklärte Coinshares‘ Tatiana Revoredo in dem Bericht:

Viele Generatoren für erneuerbare Energien sind schlecht platziert und nicht ausgelastet, so dass das Bitcoin-Mining die einzige sinnvolle Verwendung für diesen Strom geworden ist.

News Source